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Pleiten, Pech und Pannen und ein verpasster Flug

Ein Freund wartet gerade in Hamburg auf seinen Weiterflug nach Stuttgart. Vor ein paar Stunden war er noch in dem von Gaudí geprägten Barcelona. Eigentlich war alles ganz anders geplant.

Er wollte früh aufstehen, auschecken, in der Altstadt noch ein köstliches Frühstück und einen heißen Kaffee genießen und daraufhin seinen Flug nehmen. Abends hätten wir gemeinsam das Spiel angeschaut, ein paar kühle Biere gekippt und er hätte mir von seinem Trip erzählt.

Es kam jedoch alles anders. Zuerst stieg er in den falschen Zug ein. Als ihm sein Missgeschick aufgefallen ist, stieg er direkt an der nächsten Haltestation aus und nahm den richtigen Zug. Manchmal ist jedoch alles verhext und so hatte der richtige Zug eine technische Panne. Als diese nach etwa einer Stunde endlich behoben war, da war es schon zu spät. Er verpasste seinen Flug.

Jetzt sitzt er in Hamburg, muss vier Stunden auf seinen Weiterflug warten und ist um 120 Euro leichter.

Trotz der Schwierigkeiten kommt er letztendlich an seinem Ziel an. Vielleicht etwas später und erschöpfter, aber er kommt an.

Das beschreibt das Leben doch ganz schön.

[Photo by Fernando Ocaña Fernández is licensed under CC BY-NC-ND 4.0]

Wie die Liebe stirbt

Ich traue mich vor und blicke hinunter. Der Abgrund scheint endlos zu sein. Das bereitet mir Unbehagen. Ich kann es nicht einschätzen, wie lange ich fallen würde bis ich am Boden aufschlage. Sekunden, Minuten, Stunden, eine Ewigkeit? Vielleicht würde ich mich sogar irgendwann an das Fallen gewöhnen, vielleicht wäre es dann ganz normal – wie stehen oder gehen oder dich zu ficken. Wobei das habe ich schon lange nicht mehr getan – also dich zu ficken. Immer wenn ich dich ficken wollte, funkte die Welt dazwischen. Und das nicht nur beim Ficken, sondern auch was die Liebe angeht, die wir füreinander empfinden. Oder einmal empfunden haben. Das Leben ist eine große Unbekannte und eine launische Hure. Auf jeden Fall hat sich in letzter Zeit etwas zwischen uns gedrängt – der beschissene Alltag, Probleme und Verpflichtungen, andere Ansichten und Vorstellungen, irgendwelche Muschis und Schwänze, heilige Schriften und immer wieder unser gottverdammter Stolz. Wie jedes naive Paar träumten wir von dieser einen großen Liebe. So Disney Shit. Oder Hollywood. Wir Menschen halten und erwarten immer so viel von uns, dabei sind wir nichts weiter als ein paar manipulierte und kaufgeile Individuen in einer konsumgetriebenen Welt. Hollywood und die abendliche Werbung predigen uns Ideale und Wünsche, denen wir folgen. Die zehn Gebote von Amazon. Auf jeden Fall zurück zu uns. Wir sind einer Illusion auf den Leim gegangen. Wir reihen uns in einer langen Schlange von Idioten ein. Vielleicht hatten wir auch gar keine Wahl, wir sind nun mal ein Produkt unserer Umwelt. Keine Ahnung. Wir sind nur zwei weitere Menschen, die zu viel von sich halten und erwarten. Du von mir, ich von dir. Die Realität hat uns gejagt und erschlagen. Nun liegen wir hier nebeneinander auf dem dreckigen und kalten Boden – regungslos, blutend und mit einem unerträglich schmerzenden Kopf. Wir wollten ein Lichtblick sein und sind letztendlich nur ein weiteres Opfer dieser Welt. Das Blut läuft immer stärker. Wir sind erschöpft. So geht es also zu Ende mit uns. Mit der letzten Kraft finden sich unsere Hände und umschließen sich fest. Unsere Blicke treffen sich noch ein letztes Mal. Verdammt, siehst du gut aus.

Late Night Thoughts #4

Gestrandet in der Stadt. Gebrochene Seelen, vom Glück betrunken. Leichter Regen, dichte Luft, Lichtermeer, Gelächter, Geheule, Gejaule, musikalisch untermalt, elektrischer Strom der Massen. Inmitten von Menschen, einsames Herz.

Zeit heimzugehen.

[Photo by GraceOda is licensed under CC BY-NC-ND 4.0]

Zeit

Seit ich die Mitte meiner zwanziger Jahre überschritten habe, fühlt es sich an als hätte die Zeit einen Wandel vollzogen. Ich erinnere mich noch bestens an meine Kindheit. Ein Tag hatte die Dauer eines ganzen Jahres. Die Zeit war eine Welt voller Freiheit und einem nicht endenden Horizont. Sie war im Übermaß vorhanden, sodass man sie verschwenden konnte. Heute erscheint es mir als würden die Stunden zwischen dem sanften Öffnen und dem notgedrungen Schließen der Augen in einem einzigen Wimpernschlag vergehen. Tage sind Momente, nicht mehr.

Das macht mir Angst. Irgendwie.

Als Kind war mein Leben ein anderes. Es glich einem heißen Sommertag, an dem die Luft nach Leichtigkeit duftet. Man lehnt sich zurück, streckt die Füße ins kühle Seewasser und beobachtet wie die Wolken am Himmel vorbeiziehen. Man lebt im Moment, frei von tickenden Uhren.

Heute wird mein Leben von Terminkalendern, To-Dos und Verpflichtungen bestimmt. Oft wache ich morgens schon mit einem schlechten Gewissen auf, weil Verpflichtungen vor der Tür stehen und energisch klopfen. Manchmal weckt mich auch eine Übelkeit. Dann denke ich mir, dass ich für mein jetziges Leben nicht gemacht bin. Vielleicht steckt mein kindliches Ich zwischen all dem Erwachsenenkram und schreit mir das panisch entgegen – weil dieses vergangene Ich mich kennt. Es hat möglicherweise die Schwermut in mir entdeckt, die mich bleiern und bewegungslos zurücklässt. Die Zeit flieht. Was von ihr übrig bleibt, geht für den falschen Weg, das Aufräumen der Wohnung, Steuererklärungen und anderes Zeug drauf – und dem Versuch glücklich zu sein. Manchmal würde ich mich am liebsten unter dem Berg an Aufgaben verkriechen. Mich eine Zeit lang vor der Welt verstecken und mich neu kreieren – und zwar so wie ich das möchte.

Die Zeit hat sich nicht verändert. Sie ist konstant. Ich habe mich verändert.

Ich sollte mir wieder mehr Zeit nehmen und anstatt meiner Wohnung mein Leben aufräumen. Durch meinen Kopf und mein Herz fegen. Wer weiß was unter dem Staub so wartet. Vielleicht verliere ich dann irgendwann auch keine Zeit mehr, sondern lebe sie richtig.

[Photo by Nick Webb is licensed under CC BY 4.0]

Der Bahnhof

Der Schauplatz dieser kurzen Geschichte ist ein Bahnhof irgendwo in der Bundesrepublik Deutschland. Es ist Frühling. Die Sonne steht tief am Horizont und taucht den scheidenden Tag in ein rot goldenes Licht. Die Luft duftet nach einer Mischung aus warmen Nächten, kühlem Eistee, der Leichtigkeit des Seins und stickigen Abgasen. Immer wieder fliegen ein paar Vögel vorbei und zwitschern wild umher.

Der Bahnhof hat drei Gleise und am zweiten sitzt ein junger Mann einsam auf einer Bank. Gespannt beobachtet er den Sonnenuntergang. Er ist dabei so konzentriert, dass er sogar vergisst zu blinzeln. Plötzlich rast ein Zug ungebremst durch den Bahnhof und unterbricht das Naturschauspiel. Der Windstoß löst bei dem jungen Mann eine sanfte Gänsehaut aus. Die Armhaare stellen sich auf. Ein paar Atemzüge später ist alles vorbei. Der Zug ist vorbei gefahren und die Sonne geht immer noch unter. Es kehrt wieder Stille ein. Nur in der Ferne hört man ein paar Jugendliche schreien und lachen und das unregelmäßige Bellen eines Hundes. Der Bahnhof ist wie ausgestorben. Ungewöhnlich für diese Uhrzeit.

Während der junge Mann die letzten Sonnenstrahlen in sich aufsaugt, rattert es laut in seinem Gedankenbahnhof. Dieser Augenblick ist einer dieser seltenen Momente, in denen die Welt für die kurze Zeitspanne eines Wimpernschlags stehen bleibt.

Die Welt dreht sich so schnell. Zwischen zwei Atemzügen fehlt uns die Luft zum Weitermachen und zwischen zwei Gedanken die Zeit zum Erkennen. Und doch geht es immer weiter. Irgendwie. Weil wir keine andere Wahl haben. In einer Gesellschaft, in der nur Leistung und Erfolg zählen, müssen wir funktionieren. Mehr noch, es muss uns erfüllen, ein Teil von diesem großen Ganzen zu sein. Wir dürfen uns nicht gegenseitig hinterfragen, sondern müssen uns unaufhörlich nach vorne pushen, uns besser machen und es verdammt nochmal genießen. Nur so kann diese Illusion bestehen.

Auch er lief eine Weile in diesem Tempo mit. Recht erfolgreich sogar. Irgendwann konnte er jedoch nicht mehr. Ihm fehlte schlicht und ergreifend die Kraft so weiterzumachen, sich nur noch einen einzigen Tag weiter zu belügen. Er drehte sich bereits so lange im Strudel dieser Welt, dass er vollkommen die Orientierung und letztendlich sich selbst verlor. Vor ein paar Wochen zog er die Reißleine, betätigte die Notbremse. Er stieg aus. Zu Beginn war ihm schwindelig. Trotzdem lief er noch ein paar tausend Meter, bevor er erschöpft auf die Knie fiel und auf den Boden der Tatsachen erbrach.

Langsam kam er wieder zu sich. Das Gefühl war befreiend. Die letzten Jahre folgte er idiotischen Werten. Es kam ihm so vor als hätte er keine eigenständige Entscheidung mehr getroffen. Und wo hatte es ihn hingebracht? Er stand kurz vor seinem inneren Abgrund. Das Gestein vor seinen Füßen bröckelte schon und vereinzelt lösten sich kleine Steinbrocken, die im endlosen Schlund seines Abgrunds verschwanden.

Den letzten Monat ist er abgehauen. Er hielt nur wenig Kontakt nach Hause. Er bereiste ein paar fremde Länder und traf ein paar neue Menschen. Die Distanz half ihm sich selbst wieder näher zu kommen. Er gab sich endlich die Zeit um durchzuatmen und ein paar klare Gedanken zu fassen. Er konnte sich vor seinem inneren Abgrund retten. Er fand zwar keine Antworten, aber er begann sich die richtigen Fragen zu stellen.

Heute sitzt er hier. An diesem Bahnhof. Das Bild wirkt wie eine dieser schnulzigen Abschiedsszenen, die wir aus Hollywood-Filmen kennen. Traurig und voller Hoffnung. Und vielleicht ist das hier ein Abschied. Sein Zug fährt ein und der Windstoß reißt alles mit: Zigarettenstummel, zerrissene Zeitungen, das Alte, das Überflüssige, nur er bleibt.

[Photo by Christian Nass is licensed under CC BY-NC-ND 4.0]

Late Night Thoughts #3

Es ist Samstagnacht und der Puls der Stadt schlägt im Einklang mit tausend Herzen. Fernab des Trubels und über den Dächern der Stadt steht er am geöffneten Fenster seiner überschaubaren Wohnung, zieht genüsslich an der Zigarette und betrachtet das Lichtermeer unter sich. Es ist Februar. Die kühle Nachtluft dringt ungefragt in seine Wohnung ein und lässt ihn erschauern. Er genießt es. Die für die Jahreszeit übliche Kälte hält ihn wach und lässt ihn spüren, dass er lebendig ist. Er lebt und sein zitternder Körper ist der Beweis dafür. Tote frieren nicht.

In seinem Kopf tummeln sich derweil etliche Gedanken. Wie immer. Er kann sich nur schwer entsinnen, wann er das letzte Mal abschalten konnte. Wirklich abschalten. Sein Kopf ist im Dauerbetrieb wie sein MacBook, auf dem sich mittlerweile unzählige Notizen sammeln, die seine Verwirrung dokumentieren. Sie sind über die Liebe, die Menschen, über das Leben und über ihn selbst. Er denkt so viel, dass er nicht zur Ruhe kommt. Deswegen hat er diese tiefen Augenringe und ist tagsüber meist müde und erschöpft. Und übermüdet verliert er den Fokus für die Herausforderungen des Lebens. Erst die Nacht lässt ihn klar denken. Der Preis hierfür ist sein Schlaf.

Und wenn er schreibt, schreibt er nicht um des Schreibens willen. Er schreibt um die Welt und sich selbst zu verstehen. Nur durch das Aneinandereihen von Worten findet er ein bisschen Klarheit. Manchmal kann er sogar ein Fragezeichen ausradieren und mit einem roten Ausrufezeichen ersetzen. Manchmal muss er es aber auch wieder übermalen. Und er schreibt, weil es ihm ein gutes Gefühl gibt. Das Gefühl etwas zu schaffen und zu hinterlassen, das von Wert und Bedeutung ist. Keine industrielle Massenware, kein Abklatsch und keine Kopie. Indem er schreibt, gibt er ein Teil seines Herzens frei. Heute ist fast alles austauschbar für uns, Gegenstände und Menschen. Herzen sind es nicht.

Während er so am Fenster steht und die Stadt und den Teer der Zigarette in sich aufsaugt, zerreißt ihn innerlich die Frage, was er hier eigentlich macht, was seine Aufgabe ist? Er fühlt sich als würde kein Sinn an ihm haften. Auf der Suche nach diesem Sinn irrt er planlos umher in einem Dickicht aus nicht enden wollenden Fragen. Ohne Sinn macht das hier alles keinen Sinn. Er fragt sich, ob er vielleicht zu viel Sinn von diesem Leben verlangt oder ob er seinen Sinn insgeheim schon kennt, aber zu feige ist, diesen auch zu leben? Es sind so viele Fragen in ihm, dabei will er doch nur einmal zur Ruhe kommen. Oder aufbrechen. Was ist schon richtig und was ist schon falsch? Eine Lösung findet er heute Nacht wohl nicht, dann schreibt er halt ein paar Notizen.

[Photo by Dennis William Gaylor is licensed under CC BY 4.0]

Statement

16 Bars #1

Es fehlt an Zeit im Alltag//
Zwischen Kaffee, Kippen und den Karrieren//
Kommen nicht mehr weit – kein Allrad//
Der Kopf leidet unter hundert Barrieren//
Vergessen was wir waren vor Jahren//
Verlieren uns im Dunst des Leidens//
Gehen unter in der Masse wie Chorknaben//
Verbergen unseren Schmerz durch die Kunst des Schweigens//
Wann waren wir das letzte Mal wir selber//
Und kein Kompromiss dieser Gesellschaft//
Haben nur dieses Leben, doch werden hier nur älter//
Unser Traum stirbt, weil er es nicht in diese Welt schafft//
Es ist kalt, die Kippe brennt und das Herz noch mehr//
All das fühlt sich an wie ein Verrat an mir//
Gedanken geplagt und das schmerzt doch sehr//
Irgendwann sind wir alt, verdammt, was taten wir hier//

[Photo by July Dominique is licensed under CC BY-NC-ND 4.0]

Bar(selbst)gespräche

Während sein Blick durch die verrauchte Spelunke wandert, streifen seine Gedanken wild umher. Im Hintergrund spielt leise eine Melodie, die so gar nicht an diesen Ort passt. Er lauscht ihr seelenruhig bis das Klavierstück ein Ende nimmt. Für einen Bruchteil einer Sekunde ist es still. Er nimmt einen großen Schluck von dem Bier, das vor ihm steht, so als wolle er sich Mut antrinken. Als er das Glas wieder abstellt, spricht er gedankenverloren zu seinem Sitznachbarn, ohne sich dabei aufzurichten oder den Blick vom halb leeren Glas zu lösen.

„Weißt du, den Großteil meines Lebens bin ich einer Illusion hinterhergerannt – der Perfektion. Ich weiß nicht einmal warum. Jedem normal denkenden Menschen muss es doch klar sein, dass Perfektion ein niemals zu erreichendes Ideal ist. Vielleicht wollte ich es allen recht machen, den Vorstellungen der Gesellschaft entsprechen, vielleicht wollte ich es auch nur mir selbst recht machen. Das glaubst du mir sicher nicht, aber das bestimmte mein ganzes Leben. Ich quälte mich selbst damit perfekt zu sein und das aussichtslos. Sobald etwas schief lief, fühlte ich mich miserabel und schuldig. Ich tat alles Erdenkliche, um es wieder in Ordnung zu bringen. Ich hatte die Angst, dass mein Leben sonst auseinanderfallen würde. Und wenn ich einen Fehler nicht gerade bügeln konnte, dann war ich ständig bemüht, dass zumindest die anderen Lebensbereiche meiner inneren Vorstellung entsprachen. Mehr als eine Baustelle konnte ich nicht ertragen. Das kostete mich viel Kraft, Energie und Zeit. Mein Kopf war kaputt und das Streben nach Perfektion machte mich müde. Ich lebte in ständiger Schuld vor mir und der Welt. Heute weiß ich, dass Fehler okay sind. Das war aber ein langer Weg bis hierher. Ein verdammt langer. Heute weiß ich, dass Fehler normal sind. Sie sind ein Teil des Lebens, den man nicht vermeiden kann. Zum Glück. Man kann planen und denken, abwägen und analysieren, aber das Leben macht was es will. Fehler sind das Leben. Und heute gestehe ich mir diese Menschlichkeit zu. In dem Moment, in dem ich den Mantel der Perfektion abgelegt habe, habe ich die Schönheit der Unvollkommenheit entdeckt und den Mut, der aus dieser resultiert. Das Akzeptieren von Fehlern bedeutet Mut. Mut für das Leben und Mut um Neues zu wagen. Heute weiß ich, dass der größte Fehler der ist, Angst vor Fehlern zu haben. Sich hinter der hohen Mauer der Perfektion zu verstecken. Diese Angst beraubt einen der Schönheit der Ungewissheit. Leben bedeutet Fortschritt und Fortschritt entsteht aus Fehlern. Wir versuchen und wir scheitern und daraufhin versuchen wir es wieder, solange bis wir es schaffen. Fehler geschehen, es kommt allein auf die Art und Weise an wie wir mit ihnen umgehen, wie wir sie sehen. Aus Angst vor Fehlern habe ich zu lange ein Leben geführt, das mich nicht glücklich gemacht hat. Heute weiß ich es besser und deswegen sitze ich nun hier, trinke ein paar Bier unter fremden Menschen und warte bis mein Zug kommt. Ich stürze mich in mein Leben und folge Entscheidungen, von denen ich nicht weiß wo sie mich hinbringen, aber dass sie mich glücklich machen. Und wenn ich mich irre und scheitere, dann zumindest in meiner Manier und wissend, dass Fehler okay sind.“

Er schweigt für ein paar Momente, trinkt das Glas leer, legt einen Zwanziger auf den Tresen, steht lächelnd auf und verlässt die Spelunke. Sein Sitznachbar verweilt regungslos, aber das ist in Ordnung.

[Photo by Christopher Titzer is licensed under CC BY-NC-ND 4.0]

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